
Südkurier vom 4. Okt. 2010
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„Lunatics“ rocken das Café Kurz |
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Deggenhausertal (atr) „Wir freuen uns übers bunt gemischte Publikum“, grüßte Sängerin Michi Popp von den „Lunatics“ am Freitagabend im Café Kurz. Da bewies die fünfköpfige Band, wie nah die umgangssprachliche Übersetzung ihres Namens an ihrer Musik ist: mondsüchtig, verrückt, nicht alltäglich und anders. |
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All das verkörperten Sängerin und Energiebündel Michi Popp, Gitarrist Jörn Blesse, Darko Cvetkovic am Keyboard, Bassist Stefan Hug und Tom Wagener an den Drums.
Im Café drängten sich die Menschen an den Tischen, stehenderweise und letztlich auch tanzenderweise. Man konnte einfach nicht anders, wenn die Band mit „Hard Rock Café“ aufwartete und das Café Kurz während vier Stunden in ein solches verwandelten.
Auch wenn sie's zu Beginn mit ihrem „besonderen Publikum“, wie Michi Popp die Zuhörer bezeichnete, nicht ganz einfach hatten. Sie ließen es krachen, groovten mit „I need somebody“, spielten mit beeindruckender Intensität „Son of a preacherman“. Sie interpretierten bekannte Songs liebenswert und intensiv, zu Herzen gehend und rhythmisch. Dazwischen die humorigen Ansagen von Michi Popp, die bei „bring me some water“ lieber „bring me a ramazotti“ gesungen hätte, wenn es denn in der Liedzeile unterzubringen gewesen wäre.
Die wunderbaren Soli aller Musiker beeindruckten das Publikum. Es dankte der Band mit herzlichem Applaus. Zögerlich tanzten einige mit und prompt bekam das tanzfreudigste Paar einen Ramazotti von der Band. Das animierte die Gäste – wäre auch unglaublich, wenn man sich zu diesem Sound nicht bewegt hätte.
Sie bestachen mit ein wenig Funk und Jazz, viel Pop, Soul, Blues, Latin, Rock und lebten ihre Lieder im Café aus. Popp zeigte sich als ausdrucksstarke Rockröhre ebenso souverän wie als begnadete Blues-Interpretin. Dazu das unglaubliches Durchhaltevermögen, mit nur kurzen Pausen in vier Stunden das Café in eine musikalische Hochburg zu verwandeln.
Das Publikum bekam nicht genug, und selbst nach Mitternacht entließen sie die Musiker erst nach einer ordentlichen Zugabe, die nochmals mit wunderbaren Instrumentalsoli „lunatic“ auf den Punkt brachten: nicht alltäglich, anders, verrückt und vielleicht auch ein bisschen mondsüchtig
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Sie verwandelten das Café Kurz ins „Hardrock Café“ – die Lunatics mit Sängerin Michi Popp. Bild: Troll |
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