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Südkurier vom 8.11.2010

 

Jazz, Pop und Ding mit Sinking Soon

Deggenhausertal (atr) Mit begeistertem Beifall hat das Publikum im Café Kurz in Deggenhausertal am Samstagabend die Band Sinking Soon für den musikalisch zu Herzen gehenden Abend belohnt. Sängerin Brigitte Rösler verwandelte zusammen mit ihrem Mann Thomas am Kontrabass und Wilfried Löderbusch an der Gitarre das Café Kurz in eine Art Jazz-Lounge.„Wir spielen Jazz, Pop und Ding“, erklärte Brigitte Rösler.

 

 
 

 

  Bild: Troll

 

Sinking Soon“ unterhielt im Café Kurz in Deggenhausertal auf wunderbare Weise die Gäste: (v. li.) Brigitte Rösler und Wilfried Löderbusch.

 

 

 

 

 

 

Unter „Ding“ fielen zahlreiche Genres, die vom südamerikanischen Rhythmus über ein wenig Soul und einige Popsongs bis hin zu so manchem Klassiker das Café mit wunderbaren Klängen erfüllten. Es waren die sanften, stillen Töne, die zuweilen eine traute, fast schon andächtige Stimmung im etwas anderen Café Einzug halten ließen. Das mag an der Freude gelegen haben, die die drei Musiker selbst an ihrer Musik haben und die sie auch ins Publikum transportierten. Sie moderierten liebevoll und neckisch ihr vielfältiges Repertoire.

Das kleine, aber feine Ensemble beeindruckte durch eine Klangtiefe, die zu jedem Genre, das es bediente, passend war. So erfuhr „Song of madness“ eine ganz herrliche Interpretation, die Brigitte Rösler zu einer begnadeten Geschichtenerzählern machte – egal ob in Dur oder Moll. Gerade die sanften Lieder machten das Publikum geradezu beseelt, nachdenklich. Ob „Nine million bicycles“ oder „Somewhere over the rainbow“, die Songs waren individuell interpretiert und bekamen nicht zuletzt durch Kontrabass und Gitarre eine besondere Note.

„Wir suchen uns die Songs aus, die uns selbst gut gefallen“, sagte Löderbusch. Weil diese für zahlreiche Instrumente geschrieben sind, müssen sie auf Kontrabass und Gitarre heruntergebrochen werden, erklärte Thomas Rösler.

Gerade das macht den Charme von Sinking Soon aus. Sie sind pur, und die unverzichtbaren Instrumentalsoli von Trompetern oder anderen Musikinstrumenten hat Brigitte Rösler im A-Cappella-Sound drauf, wie zum Beispiel bei „Under the board walk“. Sinking Soon machte rund drei Stunden lang Musik. Ihren Song „Sinking Soon“, der durch Norah Jones bekannt ist, interpretierten sie wunderbar und individuell.